NACHRICHT VOM 17.02.10
Ökolandbau: Internationale Vertreter der Bio-Branche überreichen Aufruf an Landwirtschaftsministerinnen der Niederlande und Deutschlands
Die biologische Landwirtschaft ist der Schlüssel, um die globalen Herausforderungen im Bereich Klima, Umwelt, Wirtschaft und Armut gleichzeitig zu lösen. Aus diesem Grund müssen Erzeuger, Verbraucher und Politik rund um den Erdball die ökologische Landwirtschaft unterstützen. Mit diesem gemeinsamen Aufruf wenden sich die Mitglieder der International Association for Partnership (IAP), einem Zusammenschluss von international tätigen, namhaften Erzeugern und Herstellern der Biobranche, an die Öffentlichkeit. Das Positionspapier mit dem Aufruf wurde heute den Landwirtschaftsministerinnen der Niederlande, Gerda Verburg, und Deutschlands, Ilse Aigner auf der Biofach am Stand von Eosta überreicht.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Geschäftsführer der Firmen Alnatura, Ambootia, Eosta, Sekem, Soil & More und der Ulrich Walter GmbH/Lebensbaum. Sie sind der Meinung, dass das bisherige Modell konventioneller Lebensmittelproduktion die Umwelt dramatisch belastet. Gleichzeitig ist es nicht in der Lage, die wachsende Armut und Mangelernährung zu bekämpfen.
Die biologische Landwirtschaft dagegen bietet wirksame und effiziente Ansätze, um
- Treibhausgase einzusparen und im Boden zu binden
- Bodenfruchtbarkeit aufzubauen
- Biodiversität zu erhalten und zu fördern
- begrenzte natürliche Ressourcen wie Boden, Wasser und fossile Brennstoffe zu bewahren
- Gesundheit zu fördern durch gesunde Lebensmittel, die ohne den Einsatz von schädlichen Pestiziden erzeugt werden
- Landflucht zu vermeiden und eine gerechtere Verteilung des Wohlstands zu fördern.
Daher rufen die IAP-Partner Erzeuger, Verbraucher und die Politik auf
- die Anbaumethoden in Richtung biologische Landwirtschaft umzustellen
- durch geeignete Preisstrukturen die Umstellung zu fördern
- Gesetze zu schaffen, die die biologische Landwirtschaft fördern
- den Verbrauch für biologisch erzeugte Produkte auf allen Ebenen zu unterstützen.
(kk, 17.02.10)