DER GRÜNE KANAL VOM 01.08.10
Sunday, 01.08.2010 - 13:30 (ZDF)
ZDF.umwelt unterwegs
Naturparadies Mecklenburg-Vorpommern
Zwischen Strand und Wald präsentiert sich die Natur vor allem auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Nirgendwo sonst in Deutschland kann sie so ungehindert und ungebremst Landschaft formen und umformen wie an deren Weststrand. Dort schleifen besonders im Herbst und im Winter Stürme den Sand von den Stränden, um ihn einige Kilometer weiter im Norden wieder anzulanden.
Wald – zwischen Werden und Vergehen
Ein Großteil der Halbinsel ist bewaldet. Auf diesen Flächen des Nationalparks herrschen die Gesetze des Werdens und Vergehens, wenngleich der Mensch nicht immer eine glückliche Rolle dabei spielt. Denn ein gutes Jahrhundert lang wurden diese Wälder als Jagdreviere der Reichen und Mächtigen genutzt. Das Ergebnis ist ein enorm hoher Wildbestand, der den Nachwuchs der jungen Bäume wie Buchen und Eichen einschränkt und gefährdet. Obwohl es unberührte Kern-
zonen gibt, setzt auch dort das Übermaß an Wild der natürlichen Waldverjüngung Grenzen. Der Urwald des Ahrenshooper Holzes ist eine Ausnahme. Schon seit über 40 Jahren ist er unberührt, und so findet sich dort eine Schatzkammer für die Biodiversität.
Bei den Herren der Ringe
Die Kranichbestände sind einmalig an der Boddenküste. Dort machen Zehn-
tausende von Zugvögeln auf ihrem Weg nach Süden oder Norden Rast. Während in Frankreich etwa ein Dutzend Kranichpaare leben, zählt man allein in Mecklen-
burg-Vorpommern über 3000 Paare. Die Mitarbeiter des Kranich-Informations-
zentrums in Groß-Mohrdorf sind die Herren der Ringe, wenn es um Kraniche
geht – "ZDF.umwelt" begleitet sie bei der Erfassung und Beringung der Jungvögel.
Auf Tuchfühlung mit dem Seeadler
Die Feldberger Seenlandschaft ist ein eiszeitlich geprägter Naturpark mit vielen glasklaren Seen. Einzigartig ist der älteste deutsche Buchenwald – die "Heiligen Hallen". Er erhielt seinen Namen von den hohen Stämmen, die an gotische Kirchbauten erinnern. Und auch Seeadler, Fischadler und der seltene Schreiadler sind dort zu Hause. "ZDF.umwelt" geht auf Tuchfühlung mit den Vögeln.
Schaurig: Die mit dem Wolf heult
In Güstrow steht ein ganz besonderer Tierpark: der Natur und Umweltpark NUP. Mitten im Wald auf einem riesigen Areal können Besucher heimische Tiere wie Wölfe, Bären und Luchse bestaunen. Entweder auf normalem Wege – oder hoch oben in den Bäumen, auf Kletterpfaden und Hängebrücken. Ein besonderes Event sind die Wolfsspezialnächte, in denen die Wolfsfütterung bei Nacht stattfindet.